...schon wieder unterwegs...


von den Dorfneuigkeiten des letzten Jahres. Kurzer Stop beim Supermarkt, während ich erneut mit dem Auto kämpfte. Diesmal aber keine Lösung, das Navi sperrte die CD und wir fanden auch mittels Gebrauchsanweisung keine Lösung. Dann nach Bischofsgrün um die Sommerrodelbahn herunterzubrettern. Erstaunlich leer, kein Andrang. Mit dem Sessellift zur Mittelstation und mit dem Rodel wieder herunter. Rasant :-) Danach noch bis auf den Gipfel hoch (1.024m) und alle - außer mir - kletterten noch auf den Asenturm, um die Aussicht zu genießen. Da es kalt war, gab es noch nen Kaffee bzw. Kakao, dann wanderten wir zur Mittelstation, um eine zweite Rodelfahrt - nun noch schneller zu absolvieren. Einige auch zu schnell... *fg* (--> nicht ich!) Die nächste Etappe ging nach Bayreuth, wo wir Grit besuchten und den einjährigen Samir bespaßten. Zum Essen waren wir dann
wieder Mal in Opel's Sonnenhof, einem größeren Biergarten-Restaurant, welches schön angelegt ist - das Essen überzeugte uns diesmal allerdings nicht. Zurück in OWS führen Claudia, Alex (Bubi) und ich noch zwei rasante Devalkart-Touren. Hier fährt man ohne Motor mit einer Art Go-Kart über den Skiberg und wird mittels Anker-Skilift den Berg hochgeschleppt. Herunter geht es dann frei nach Schnauze. Was für ein Spaß!
restlichen Publikum ziemlich ignoriert, spielten sie zunächst etwas träge. Aber wir klatschten fleißig und begannen unsere "Halben" Hütten-Bier zu trinken, bzw. begannen die Ladies den Frankenwein in rot und weiß aus den Bocksbeuteln zu leeren. Mit dem Einzug der Dorfjugend und der "Kerwa-Sau" ging dann die Stimmung richtig los, die Musik heizte ein und spielte fast ununterbrochen bis 1.00 Uhr nachts. Irgendwann tanzten auch wir - wie so oft in den Vorjahren - auf den Bänken und genossen die tolle Party feuchtfröhlich. Good things are simple. Müde und glücklich fielen die meisten ins Bett und hatten nur noch kurze Blicke für den tollen Sternenhimmel.
Sonntag war ein träger Morgen und nicht alle kamen zum Frühstück. Wir machten noch einen kurzen Stopp bei Heike und Günter Dietzsch am Haus der Sportjugend auf dem Wagenthal um dann unseren obligatorischen Waldspaziergang Richtung Wendelin zu machen. Vor der Rücktour wollten wir noch Mittag in einer Pizzeria in Bad Berneck machen. Doch das erste Restaurant konfrontierte uns mit einer Bedienung, die über unser Anliegen um 14.10 Uhr unerfreut war, aber ein "na gut, aber dann nur Pizza" herauspresste. Wir wechselten dann doch noch die Lokalität, wurden bestens abgefüttert und machten uns im Tiefflug auf den Rückweg nach Berlin.
Hallo meine Lieben, ich bin "back to Germany" und soeben in Stuttgart gelandet. Gestern habe ich noch gut gegessen und dann die Reise in meiner Lieblingsbar ausklingen zu lassen. Die Sangria schmeckte, die Musik war klasse und nicht mal Wehmut, dass meine knappe Woche schon herum ist. Der nächste Inselbesuch kommt bestimmt!! Ich quatschte noch mit einem Münsterländer Ehepaar und tauschte mit Ihnen Reiseschnäppchen, Mallorcatipps und Orga-Anekdoten aus. War kurzweilig und so war ich auch erst um 2 Uhr im Hotel, zahlte meine Rechnung - da morgens bestimmt nicht meine Zeit ist und ich kein Risiko eingehen wollte. Dann packte ich mal wieder expressmäßig meine Sachen, hmmm... bei der Hinreise war das nur halb so viel ;-)
Um 6 Uhr klingelte bereits der Wecker - eine schreckliche Erfahrung nach den sonstigen Nächten reichhaltigen Schlafes. Kalte Dusche und dann die Morgenröte auf der Terrasse über den Bergen beobachtet, die Sonne war noch nicht zu sehen, Personal ebenso keines. Gut, dass ich nachts schon gezahlt hatte. Ich erjagde mir beim überraschten Küchenpersonal einen Kaffee und ab ging es zum Flughafen. Die Tankstelle hatte ein großes "Self-Service"-Schild, stellte aber trotzdem eine Bedienung hin. Na ja, das Prozedere kannte ich schon und freute mich über 1,17€ pro Liter :-) Die Autoabgabe war fix, nur dass ich erst parkte, anstatt bei der Rückgabe vorzufahren. Naja, kann ja mal passieren.
Café con leche Nr. 2 und dazu ein Croissant, dann begebe ich mich zum Terminal C, was man angeblich erst in 15 Minuten erreicht. Ich brauche nur 11 Minuten und trödle müde durch den Duty Free-Laden ohne etwas zu kaufen. MC Donalds ist überfüllt und vermüllt, also spare ich mir das weitere Frühstück. Der Flieger kommt mit etwas Verspätung an und entsprechend später kommen wir an Bord. "Boarding completet" - und nichts passiert. Nach 5 Minuten sagt der Kapitän, dass wir unseren "Slot" verpasst haben und nun 30 Minuten warten müssen. Er erklärt das "Slot-System" und dass man Zeiten aus Brüssel zugewiesen bekommt. Seine Hoffnung, evtl. zu tauschen und früher wegzukommen, erfüllt sich nicht. So heben wir mit exakt einer Stunde Verspätung ab. Diesmal kein "Cockpit-TV" :-( Auch das Personal ist nicht sonderlich interressiert. Wieder Käsebrötchen, igitt, aber diesmal eben Insel-Brot, nichtsschmeckend - im Gegensatz zum Laugenbrötchen beim Hinflug. Der Flug ist unruhig und die Landung wacklig. Donnernder Applaus (*kopfschüttel*) und Außenparkposition, obwohl fast alle "Finger" frei sind. Mein Koffer ist wie üblich im letzten Drittel und nun habe ich gerade die Autoschlüssel für nen BMW bekommen. Die Sixt-Frau fragt, warum ich nicht gleich mit dem Auto hergefahren bin, dann hätte ich ja kein Neues gebraucht. Wir lachen und dann erklärt sie mir mittels dreier Zettel, wo ich das Auto im Parkhaus finde. Schnitzeljagd!
So, wie geht es nun weiter? Meinen nächsten Bericht lest Ihr erst ab Sonntagabend, denn nun werde ich wohl erstmal nicht ins Internet kommen, wenn ich das dörfliche Oberwarmensteinach (OWS) besuche und dort Claudia, Katja, Alex B., Alex P. und René treffe. Ich suche jetzt von hier aus den Weg dorthin und werde vielleicht in Bayreuth auf einen Kaffee einkehren, wenn Grit sich noch meldet. Wir sind dann ein Weekend im Fichtelgebirge, werden bestimmt baden, ein Stückchen wandern, gut essen, sommerrodeln, Devalkart fahren und Samstagabend die Kirchweih im Bierzelt mitfeiern. Da wird der Maßkrug gehisst! *g* Oh mann, nach Vino tinto nun Bier - was für eine Umstellung ;-) Anfang der Woche werde ich die Fotos der gesamten Reise auf meine HP stellen. In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes Wochenende und bis bald! Liebe Grüße vom Airport Stuttgart :-)
Oh was fuer eine Zeit. Gestern habe ich dann der Versuchung Alkohol am Ballermann widerstanden :) Allerdings erscheint dann einiges doch ziemlich eigenartig. Ich fand es zwar lustig, aber als Nichttrinker ewig angepoebelt zu werden, macht auch nicht wirklich Spass. Na ja, ich habe jedenfalls die eiskalte Cola genossen und Leute beobachtet. Im Mega-Park war "Moehre" angesagt und ...Wendler, den Vornamen habe ich schon wieder vergessen - ohne Alkohol schwer, aber das Publikum noch schwerer zu ertragen. Auf dem Weg zum Klo stolperte ich ueber einen am Boden liegenden Juengling. Sturzbetrunken und am Kotzen. Sah gefaehrlich aus, so half ich ihm zum Klo. Oh man, gings dem schlecht. Aber das will ich nicht in Einzelheiten ausfuehren. Mann war der dankbar, mit etwas Eis und kalt Wasser konnte ich den Zustand etwas bessern, aber er wankrte bedrohlich. Weit und breit kein Bekannter zu sehen und auch nichts derart aus ihm herauszubekommen. Nun musste er auch noch pinkeln und konnte nicht zusehen, dass das im wahrsten Sinne in die Hose geht. Ich erinnerte mich mal an einen betrunkenen jugendlichen Teilnehmer beim Segeln, der unbedingt noch Zaehne putzen wollte. Also am Guertel hinten festhalten, fast wie eine Marionette. Zuschauer koennten anderes dabei denken. Mann war der dankbar
und ich wieder mal in meinem Betreuerelement. Geht wohl nicht anders. Ich bekam vom Megapark anerkennenswerterweise free Drinks und der Arme fand seine "Freunde" wieder. Auch alle hackedicht... Also nehme ich nur eine Cola und verschwinde. Noch mehr Kotzer vertrage ich nicht. Ich lande in einer Hoteldisco in die ich mit den Worten "die 80er machen Dich doch auch an?!!" gelockt wurde. Das war echt klasse und ich tanzte noch 2 Stunden mit Cola und quatschte zwischendurch mit einigen. Irgendwann dann aber doch los und am Bierkoenig vorbei, wo ein 1000stimmiger Chor Volkslieder groehlt. Grauslich. Spaet landete ich in meinem Bett und schlief sofort ein.
Donnerstag wurde ich bereits um 8 Uhr wach, wahrscheinlich die viele Cola. Ich ging also duschen und frueh fruehstuecken, was auch gleich entsprechende Kommentare des Hotelchefs ausloeste. "Meine Erholung sei da!" sagt er. Ich futtere wie ueblich und lege mich zum doesen an den Pool. Schlafe immer mal ein paar Etappen, dann lese ich wieder. Inzwischen habe ich das zweite Buch durch. Irgendwann in den Pool, aber so richtig abkuehlend ist der nicht. Ich schmoekere in meinen Reisefuehrern, welch Kroenung ich mir zum Abschied goenne. Meine Wahl faellt auf den "Torreil de Parreis". Ich entschliesse, den Hinweg wieder komplett ueber die Berge zu fahren, da die Strecke von Paguera ueber Puigpunyent besonders schoen sein soll.
Ist sie auch, aber die Serpentinen schrauben sich eng und endlos in grosse Hoehen. Verlassene aber wunderschoene Gegend, lauter Stilleben. Auf einmal eine Kuh auf der Fahrbahn, fast haette es Hackfleisch gegeben. Sie bewegt sich kein Stueck und hupen will ich nicht, sonst springt sie noch ueber den Mond. Also steige ich aus und locke sie zur Seite. Mann was fuer ein Brocken. Schweissgebadet wieder ins Auto und die Strasse wird enger und steiler. Bingo! Mir kommt ein Auto entgegen und ich muss rueckwaerts zwei Serpentinen hoch zur Ausweichstelle. Mann!
Valdemossa, Deia und Soller kenne ich schon, mache nur kurze Trinkstopps und geniesse die Ausblicke auf bzw in die Orte. Die Strecke von Soller hinauf zum Puig Major (fast 1500m) gibt noch mal alles. Super Ausblicke und ich bekomme langsam nen Drehwurm. Dann aber das Finale: Die letzten 12km nach Sa Calobra schwingen sich in ungeahnte Hoehen auf, dann es geht es in 8km 800m abwaerts. Atemberaubende Aussichten und ich klammere mich ans Lenkrad. Schliesslich ist am Ende der Strasse der Ort erreicht, der Parkscheinautomat will nicht und so bekomme ich nach 10 Minuten ein handausgefuelltes Ticket und darf parken.
Eine wunderbare Bucht, eigentlich eine riesige Schlucht. Am Steilufer entlang kommt man zum Ausgang eines Canyons (Torreil des Parreis), der zwischen hohen Felsen mit einer ca. 25m breiten Oeffnung ins Meer uebergeht. Durch zwei (alte Schmuggler-)Tunnel kommt man in das Paradies dahinter. Eine Kiesstrand zwischen den Felsen mit - ich kanns gar nicht genug steigern - phaenomenal-gigantisch-atemberaubenden Bucht.
Fehlt nur noch, dass gleich die "Black Pearl" vor Anker geht. Ich taste mich ins Wasser, kuehl und klar. Selbst weit draussen kann ich bis zum Grund schauen und - ach du Schreck - die Fische unter mir schwimmen sehen, ohne Taucherbrille! Ich bin maechtig beeindruckt, mampfe meinen Apfel und schaue den Sonnenuntergang an, der jetzt in den Canyon scheint. Tagsueber darf man nicht hierher. Nach 18h ist am Besten!
Ich drehe noch einige Runden durch Palma und erkunde das Hafenviertel. Die Gewaesserfront erinnert ein wenig an pastellfarbenes Miami, dahinter schaut es dann gleich anders aus. Ich wollte zwar noch einen Cappucino trinken - aber aufgrund Parkplatzmangels und wenig einladender Wirkung lasse ich das. Ich drehe die Musik auf, mache die Klimaanlage im Auto aus, Fenster auf und singe den ganzen Heimweg mit. Klasse Sender das (deutsche) Inselradio. Der Abend klingt wieder mal mit Vino tinto aus. Ich bin zu traege fuer den Bummel an den Strand und bleibe mal auf meiner Terrasse sitzen. Ich lausche dem Animationsprogramm eines anderen Hotels mit grausamen Karaoke-Versuchen. Aber der Wein machts ertraeglich ;-) Falle mal frueh ins Bett und das ist gut so.
Die Fahrt in der Eisbox dauert 5 Minuten fuer 90 Cent. Dann bummle ich los - aber irgendwie fehlt mir Einkaufsberatung. Ich schaue mir viel an, kann mich aber nicht entscheiden. Selbst das grosse Kaufhaus El Corte Ingles schafft es nicht, mich mit dem Sommerschlussverkauf zu ueberzeugen. Ist mir alles zu hektisch. Dazu die geklonten Verkaufer, sehen alle ziemlich gleich aus. Hingucker, aber auch hier kaum Eingang auf meineSprachkenntnisse. Dabei waere ich jetzt ein leicht beeinflussbarer Kaeufer gewesen *g* Aber Pech gehabt. Ich verlasse die grosse Strasse und bummle durch die Altstadt, wo ich eben jetzt ueber dieses klimatische Oase hier stolperte. Ich werde jetzt noch meinen fehlenden Cappucino nachholen und dann mit der Metro zum Auto und zurueck zum Hotel.
barort Camp del Mar. Erinnert ein wenig an Cafe del Mar... Daran dachte ich nachts in der Bar, die mich schoen mit bester Loungemusik gedankenleer machte. Der Ort klein und vertraumt, wenig Bewegung am Badestrand, alles liegt wie tot in der Bucht. Kein Wunder bei inzwischen 33 Grad. Siesta! Ich fahre weiter, den Hinweisen auf einen Scenic View folgen, der nach steilen Anstiegen und 10km in einer Sackgasse endet. Ich merke, die Untermotorisierung des Polos im Vergleich zu meinem Ford, bei den Steilstrecken hat er echt zu kaempfen. Ich fahre weiter nach Port Andratx, falle wieder mal den Einbahnstrassen zum Opfer und finde schliesslich einen kostenlosen Parkplatz dicht am Hafen. Kleiner Kaibummel, dann Cappucino um doch mal einen Blick in die Karte zu werfen. Ich hoere schon wieder Loungemusik - das passt so zum Ort, zur Stimmung und dem blauen Himmel :-)
m Airport wie angedroht ab. Ich hatte gar nicht in Erinnerung, wie gross eine Boing 757-300 ist, das ist ja endlos. Nach allen Unbilden des Tages ein spaeter Gruss vom Check-in: Ich habe den Platz am Notausstieg und damit viel mehr Beinfreiheit, hurra! Geduldig lasse ich mal wieder die Einweisung fuer den Fall der Faelle ueber mich ergehen. Wer weiss, ob der Einbau des Ersatzteiles wirklich geklappt hat... Sehr schoen auch die Live-Kamera aus dem Cockpit, die zum Start und zur Landung die Cockpitsicht zeigt. Der Flieger rumpelt ueber die Startbahn, alles schaut sich unbehaglich um, es ruettelt und schuettelt, was aber wohl mehr am Startbahnbelag liegen muss, denn nach dem Abheben gleiten wir voellig sanft in den Himmel. Der Pilot erklaert nochmal den ganzen Hergang, wobei das halbe Flugzeug schon pennt. Nach dem Kaesesandwich (das ich vom Belag befreite) glitt ich auch in die Traume und wachte beim Landeanflug wieder auf. Harte Landung und beim Ausstieg der Faustschlag... schwuele 33 Grad und das auch noch um 20.30h.
Nacht. Also erster Erkundungsbummel. Der Reisefuehrer sagt, dass Paguera hauptsaechlich von Deutschen bevoelkert, ja fast gegruendet wurde. Ist nicht so schraeg wie der Ballermann, aber die Hauptstrasse erinnert schon ein wenig daran, nur nicht so laut und etwas aelter vom Publikum. Ich finde am Ende des Strandes eine schoene Bar, die mit Fackeln und wenigen Lichtern romantische Stimmung verbreitet. Ich sitze nur so da und geniesse den Sternehimmel und Sangria. Und denke an... nichts! Voellige Leere. Was fuer ein Genuss. So falle ich um halb zwei todmuede ins Bett.
Am Gate D40... kein Flugzeug, upps? Mittlerweile 30 Minuten Verspätung, aha. Dann geht ja noch ein Kaffee. Ich komme zurück und die Boing 757 ist da - aber... eingerahmt von Feuerwehr, Security und Technikwagen. Alles start hinaus, keine Info, unruhiges Murmeln, nichts passiert. Nur Blaulicht und nichts. Dann eine Durchsage, man wisse nicht, was da los ist, die nächste Info gäbe es dann um 10.30 Uhr. Ich stöbere durch den Duty Free, kaufe eine Straßenkarte und erspähe in einem Reiseführer die Wegbeschreibung zu meinem Hotel. (Wollte eigentlich das TomTom mitnehmen, aber für Spanien war nicht genüg Speicherplatz. Also althergebracht.) Ich warte auf die Info, die aber verspätet sich und sagt nur, es gäbe ein technisches Problem und um 11.30h wisse man mehr. Um 12 Uhr rückt die Feuerwehr ab, alles hofft und dann um halb eins die Durchsage, dass die Maschine Wasser verliert und einen Hydraulikdefekt hat. Wir bekommen einen 20€-Gutschein für ein Mittagessen und für 15 Uhr ist die nächste Passagierkonferenz anberaumt. Ich stelle mir vor, heute wäre Werktag und die vielen Businesspeople hätten das mitmachen müssen. So ist es eine Mischung aus Seufzerei und Gelassenheit. Ich wandere durch den Airport und verjubel meinen Gutschein im Terminal B bei Maredo. Satt sinke ich um halb drei in die Sessel am Gate und lese ein wenig. Gespenstische Ruhe, an der Maschine niemand zu sehen. 15:10h... Es ist ein Ersatzteil nötig, welches aus Frankfurt kommt, um 17h landen soll, etwa eine Stunde für den Einbau braucht. Immerhin gibt es eine erste Prognose: Um 18.30h soll dann Abflug sein. Ich muss an Tom Hanks denken. Wie heißt der Film noch? Na ja, fühle mich auch etwas auf dem Airport gestrandet, aber das Mittelmeer wäre mir lieber. So sitze ich jetzt hier im "Playland" und schreibe Euch. Na mal sehen, wenn das so weitergeht, wird das ja ein ereignisreicher Urlaub ;-) Jetzt ist es halb fünf, denke mal, es ist Kaffeezeit *g*
auch übervoll. Obwohl innerhalb weniger Minuten gleich drei IC/ICE's gen Westen aufbrechen ist mein Zug übervoll. Gottlob fiel mir nachts um 3 noch ein, dass Rail & Fly keine Platzreservierung enthält. Die seperate Reservierung war bei dieser Fülle ihre 4€ wert. Wildes Wolkenspiel und ein glutroter Sonnenuntergang begleiten die Fahrt, fast alles pennt oder hört Musik. Nach jedem Halt preist der Zugbegleiter das Bordbistro mit unmöglichen Sätzen an und auch die Umsteigehinweise sind anstrengend. Dazu das Ganze dann nochmal auf englisch *seufz*. In Hamm sitz ein Gayle-Tufts-Double hinter mir und verschönt den Rest der Fahrt mit bestem "Denglish"... Irgendwann fällt der Stress ab und mir siedendheiss ein: ICH HABE URLAUB!!! Boa anderthalb Jahre durchgepowert, nur immer mal von Wochenurlauben unterbrochen und nun gleich ein ganzer Monat. Meine arme Kollegin, aber ich muss ja auch mal an mich denken ;-)
Der ICE wird irgendwann bei Hagen auf die S-Bahn-Gleise geleitet, ein Feuerwehreinsatz angeblich. Folglich zuckeln wir den Rest bis nach Köln und kommen mit 30 Minuten Verspätung an. Ich döse, muss aber immer wieder dem Gespräch hinter mir zuhören. Ich stelle mir vor, dass wäre Gayle T. und das wären ihre Gedanken... erschreckend! Ich beschließe, mich irgendwann umzudrehen und sehe optisch eher Dagmar Berghoff neben einem Senator-Zöllner-Double. Müde trabe ich die 400 Meter zum Hotel, dass ganz unscheinbar in einer Nebenstraße des Bahnhofs residiert. Die Rezeption will mir ihre Moon-Bar und Cocktails in allen Farben anpreisen, aber ich verschwinde fix aufs Zimmer. Mitternacht!